Pro und Kontra des Lebens im Twitterverse


Als Twitterverse (teilweise auch Twittersphere genannt) versteht man das gesamte Umfeld von Twitter, das auf manche Menschen wie eine eigene Welt wirkt. Auch bekommt man öfter das Gefühl, dass Personen nur auf Twitter existieren und man diese sich real gar nicht vorstellen kann. Dies kann freilich positiv als auch negativ ausgelegt werden. Das Phänomen beschränkt sich ausdrücklich nicht einfach nur auf Twitter, sondern kommt in ähnlicher Form in fast allen Formen von sozialen Medien wie Facebook, Instagram etc. vor.

Pro

Je mehr Follower auf Twitter eine Person hat, desto schneller kann sie eine Botschaft weitervermitteln. Personen auf Twitter, welche eine hohe Anzahl an Followern aufweisen, nennen sich deshalb oft auch Influencer (Beeinflusser), da sie es in ihren Händen haben, eine Botschaft, ein Bild oder ein Video sich exponentiell rasch verbreiten zu lassen. Die bezieht sich nicht nur auf eigene Inhalte, sondern auch Inhalte von anderen Personen. Entsprechend wichtig ist es für Twitter-User, sich laufend aktiv zu zeigen und sich weiter zu vernetzen. Ein Influencer zu sein, kann einer Person einen Motivationsschub verleihen, der sich auf andere Bereiche im Leben ausbreiten kann.

Twitter spiegelt das moderne Leben in all seiner Kurzlebigkeit sehr gut wider. Wer bei Twitter erfolgreich sein will, liegt mit sehr einfach verständlichen Botschaften absolut richtig. Die Kürze der Mitteilungen macht die Qualität aus und lässt es auch zu, dass sich Personen direkt während oder von einem Anlass berichten, gegebenenfalls sogar gleich inklusive Foto. Twitter ist insofern mobiler als zahlreiche andere Medien, bei denen es sich nicht lohnt, Inhalte im Handumdrehen auf einem Mobiltelefon zu erstellen.

Kontra

Twitter kann wie alle anderen sozialen Medien auch dazu führen, dass eine Person die Realität aus den Augen verliert und sich nur noch dem Medium widmet. Echte soziale Kontakte können darunter extrem leiden. Eine Abhängigkeit von Twitter sollte deshalb unbedingt vermieden werden. Man sollte nie vergessen, dass hinter einem Twitter-User (meistens) auch ein Mensch steckt und gegebenenfalls auf Auseinandersetzungen verzichten, bevor diese ausarten können.

Für Personen, welche sich gerne lange, fundiert und kompliziert ausdrücken, ist Twitter nicht geeignet. 140 Buchstaben sind selbst für gewisse einfachere Sätze schon viel zu wenig. Ebenso kann eine als wichtig gedachte Botschaft bei Twitter sehr schnell hinter den zahlreichen anderen Botschaften verschwinden. Auch die Entschärfung von Konflikten ist über Twitter nur schwer möglich, da zumindest die öffentlichen Botschaften nicht die notwendige Länge haben können, als dass alles gesagt werden könnte, was gesagt werden müsste.

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